Im Februar sollte die Planung der Gartensaison abgeschlossen sein, bevor die Aussaat im Frühjahr beginnt. Laut Landeshauptstadt Hannover (Stadtgärtnerei) gehören dazu zwei Schritte: einen Pflanzplan erstellen und das Saatgut bestellen. Wer diese Arbeiten im Februar erledigt, muss im März und April weniger kurzfristig entscheiden.
Was ist im Februar im Garten zu tun?
Pflanzplan für die kommende Saison erstellen
Ein Pflanzplan hält fest, welche Beete welche Kulturen tragen. Dazu zeichnet man die Beete maßstabsgetreu auf Papier, markiert Sonne- und Schattenbereiche und trägt die geplanten Gemüse-, Kräuter- und Blumenarten ein. Ein Fruchtwechsel, bei dem eine Kultur nicht jedes Jahr am selben Ort steht, lässt sich im Plan am einfachsten umsetzen.
Das Plantura Magazin (2026) nennt einige Kulturen, die sich für Gewächshaus oder Frühbeet eignen und deshalb früh eingeplant werden können:
| Kultur | Vorbereitung im Februar | Quelle |
|---|---|---|
| Spinat, Radieschen, Salat | Aussaat im Gewächshaus oder Frühbeet | Plantura Magazin (2026) |
| Frühe Kartoffelsorten | In flachen, hellen Kisten bei 12 bis 15 °C vorkeimen | Plantura Magazin (2026) |
Saatgut rechtzeitig bestellen und sortieren
Die Bestellung gehört zu den Februar-Aufgaben laut Landeshauptstadt Hannover (Stadtgärtnerei). Vor dem Bestellen empfiehlt sich eine Bestandsaufnahme:
- Vorhandene Samentüten nach Gemüse, Blumen und Kräutern sortieren
- Das Haltbarkeitsdatum prüfen und abgelaufene Tüten aussortieren
- Anhand des Pflanzplans fehlende Sorten notieren
Eine frühe Bestellung verringert das Risiko, dass gewünschte Sorten vergriffen sind.
Gartenkalender mit Terminen anlegen
Ein Gartenkalender verbindet den Pflanzplan mit konkreten Terminen für Aussaat, Pflanzung und Pflege. Für jede Kultur trägt man ein, wann sie ausgesät, vorgezogen oder ausgepflanzt wird. Da Frostperioden regional stark variieren, sind die Termine an das lokale Klima anzupassen und nicht an feste Kalendertage zu binden.

Bäume und Sträucher: Bis wann darf man schneiden?
Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze dürfen vom 1. März bis zum 30. September nicht abgeschnitten, auf den Stock gesetzt oder beseitigt werden. Bei Bäumen gilt das Verbot nur außerhalb von Wald, Kurzumtriebsplantagen und gärtnerisch genutzten Grundflächen. Schonende Form- und Pflegeschnitte bleiben zulässig. Radikale Rückschnitte legt man deshalb am besten in den Februar. Wer unsicher ist, ob das Verbot für das eigene Grundstück gilt, fragt bei der unteren Naturschutzbehörde nach.
Gesetzliche Schnittfrist
Nach § 39 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 BNatSchG ist es verboten, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in diesem Zeitraum abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder zu beseitigen (laut Bundesministerium der Justiz / Gesetze im Internet, 2009). Schonende Form- und Pflegeschnitte, die den Zuwachs beseitigen, bleiben zulässig.
| Zeitraum | Zulässige Schnittarten |
|---|---|
| Bis Ende Februar | Rückschnitt und Radikalschnitt von Bäumen und Sträuchern (laut Landeshauptstadt Hannover (Stadtgärtnerei)) |
| 1. März bis 30. September | Nur schonende Form- und Pflegeschnitte (laut Bundesministerium der Justiz / Gesetze im Internet, 2009) |
Sommerblüher im Februar zurückschneiden
Sommerblühende Sträucher wie Schmetterlingsflieder und Bartblume schneidet man kräftig zurück. Dafür wählt man einen frostfreien Tag im Februar. Der Ablauf:
- Wetter vor dem Schnitt prüfen und einen Tag ohne Frost abwarten.
- Die Triebe des Vorjahres bis auf wenige Knospen einkürzen.
- Mit scharfen, sauberen Scheren schneiden, damit die Schnittstellen glatt bleiben.
- Abgestorbene oder beschädigte Triebe vollständig entfernen.
Die Rückschnitte sollten vor dem 1. März abgeschlossen sein, weil danach nur noch schonende Eingriffe erlaubt sind.
Gemüse vorziehen und Beete vorbereiten
Im Februar lassen sich Tomaten, Paprika, Chili, Auberginen, Sellerie und Kohlrabi auf der Fensterbank vorziehen. Spinat, Radieschen und Salate werden im Gewächshaus oder im Frühbeet gesät. Laut Plantura Magazin (2026) gilt dabei:
| Kultur | Methode | Ort |
|---|---|---|
| Tomate, Paprika, Chili, Aubergine | Vorziehen | Fensterbank |
| Sellerie, Kohlrabi | Vorziehen | Fensterbank |
| Spinat, Radieschen, Salat | Säen | Gewächshaus oder Frühbeet |
Fruchtgemüse und Kohlrabi auf der Fensterbank
Die Anzucht auf der Fensterbank eignet sich für Nachtschattengewächse wie Tomate, Paprika, Chili und Aubergine sowie für Sellerie und Kohlrabi. Die Aussaat erfolgt in flachen Anzuchtgefäßen mit lockerer Aussaaterde. Die Schalen sollten an einem hellen Platz stehen, damit die Keimlinge nicht vergeilen. Die Erde gleichmäßig feucht halten, ohne sie zu übernässen.
Direktsaat im Frühbeet
Spinat, Radieschen und Salate lassen sich bereits im Februar im Frühbeet oder im Gewächshaus säen. Vor der Aussaat wird das Beet von Unkraut und Pflanzenresten befreit und die oberste Erdschicht gelockert. Frischgesäte Flächen und junge Pflanzen sollten bei Frostgefahr mit Gartenvlies abgedeckt werden, da sie empfindlich auf Spätfröste reagieren.
Frühkartoffeln vorkeimen
Frühe Sorten werden in flachen Kisten ausgelegt und hell und bei 12 bis 15 °C vorgekeimt. Dieses Vorkeimen beschleunigt den Start der Knollen nach dem Auspflanzen.
Welche Pflanzen kann man im Februar setzen oder teilen?
Im Februar teilt man winterharte Stauden, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist. Die Entscheidung hängt von zwei Faktoren ab: dem Bodenfrost und dem Blühzeitpunkt. Spätsommer- und Herbstblüher lassen sich im Februar teilen, Ziergräser werden Ende Februar zurückgeschnitten. Frühlings- und Frühsommerblüher bleiben bis nach der Blüte unberührt. Laut Landeshauptstadt Hannover (Stadtgärtnerei) gelten diese Regeln für die genannten Gruppen.
Spätsommer- und Herbstblüher teilen
Fetthenne, Sonnenhut und Astern gehören zu den Stauden, die man teilen kann. Die Teilung in dieser Phase schont die Pflanzen, weil sie noch im Ruhezustand sind.
Vorgehen in Kurzform:
- Den Ballen mit dem Spaten rundherum abstechen und vorsichtig aus dem Boden heben.
- Den Wurzelstock mit Spaten oder Gartenmesser in Teilstücke zerlegen. Jedes Stück sollte gesunde Wurzeln und mindestens einen Austrieb haben.
- Die Teilstücke an einem sonnigen Standort einpflanzen und gleichmäßig feucht halten, ohne den Boden zu vernässen.
Ziergräser zurückschneiden
Ziergräser kürzt man Ende Februar etwa eine Handbreit über dem Boden ein. Der Schnitt entfernt das abgestorbene Pflanzenmaterial des Vorjahres und macht Platz für den Neuaustrieb.
Frühlings- und Frühsommerblüher: erst nach der Blüte teilen
Pflanzen, die im Frühling oder Frühsommer blühen, teilt man erst nach der Blüte. Eine Teilung im Februar würde die Blütenanlagen des laufenden Jahres beeinträchtigen.
| Pflanzengruppe | Teilung oder Schnitt | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Fetthenne, Sonnenhut, Astern | Teilen | Sobald der Boden nicht gefroren ist |
| Ziergräser | Einkürzen auf etwa eine Handbreit über dem Boden | Ende Februar |
| Frühlings- und Frühsommerblüher | Teilen | Erst nach der Blüte |

Rasen, Obst und Werkzeug
Im Februar befindet sich der Rasen laut Plantura Magazin (2026) meist noch in der Winterruhe. Die Arbeiten in dieser Phase beschränken sich deshalb auf Schonung, Kontrolle und Vorbereitung: Trittschäden vermeiden, Obstgehölze auf Schäden prüfen und die Geräte für die Saison in Ordnung bringen.
| Maßnahme | Zeitpunkt | Hinweis |
|---|---|---|
| Rasen während der Winterruhe schonen | Februar | Gefrorene oder nasse Flächen nicht betreten |
| Organischen Dünger ausbringen (leichte, sandige Böden) | Ende Februar oder März | Laut Plantura Magazin (2026) |
| Mäher und Vertikutierer prüfen | Vor dem Frühjahrseinsatz | Laut Plantura Magazin (2026) |
Rasen bei Frost und Nässe schonen
Gefrorene Grasflächen sind empfindlich. Die Halme brechen leicht, und auf durchnässtem Boden entstehen beim Begehen schnell sichtbare Trittspuren. Wege über den Rasen sollten bei Frost und Nässe deshalb gemieden werden. Stattdessen empfehlen sich vorhandene Pfade oder Trittplatten.
Auf leichten, sandigen Böden kann laut Plantura Magazin (2026) Ende Februar oder im März ein organischer Dünger ausgebracht werden. Die konsultierten amtlichen Quellen machen zu Dosierungen keine Angaben, sie richten sich daher nach der Packungsanleitung des gewählten Produkts.
Obstgehölze auf Schäden kontrollieren
Obstbaumstämme und Baumpfähle sollten im Winter regelmäßig angesehen werden. Dabei prüft man:
- die Rinde auf Risse, abgelöste Stellen und offene Wunden,
- Fraßspuren von Schädlingen oder Nagetieren am Stammfuß,
- den Sitz der Baumpfähle und ihre Standfestigkeit,
- die Bindungen, die bei Dickenwachstum des Stamms in die Rinde einschneiden können.
Eingeschnittene Bindungen werden gelockert oder ersetzt. Ein loser Pfahl wird neu eingeschlagen oder fester befestigt. Die Kontrolle ersetzt keine Schnittmaßnahmen, sondern dient allein dem Erkennen von Schäden.
Schneidwerkzeuge reinigen, schärfen und lagern
Scheren, Sägen und Messer werden vor dem Einlagern von Erde, Harz und Pflanzenresten befreit. Mit einer Bürste und einem trockenen Tuch lassen sich die meisten Rückstände entfernen. Danach wird die Schneide mit einem Schleifstein oder einer Feile geschärft, wobei der vorhandene Schliffwinkel beibehalten wird. Eine stumpfe Schneide quetscht Triebe, statt sie sauber zu durchtrennen.
Zum Schluss werden die Werkzeuge trocken an einem frostfreien, trockenen Ort gelagert, etwa in einem Schuppen oder einer Garage. Ein dünner Ölfilm auf der Metalloberfläche schützt vor Rost.
Vögel und Insekten unterstützen
Im Februar lassen sich Nistkästen, Futterstellen und Winterquartiere für Insekten mit wenig Aufwand vorbereiten. Der Zeitpunkt ist dabei entscheidend, weil Vorbereitungen vor dem Beginn der Brutzeit wirken, nicht danach.
Nistkästen vor Brutbeginn anbringen
- Kästen vor dem Aufhängen auf lose Teile, Schrauben und Risse prüfen.
- Einen Standort wählen, der windgeschützt liegt und das Flugloch nicht direkt zur Hauptwetterseite öffnet.
- Die Befestigung so wählen, dass der Kasten bei Wind nicht schwingt.
-
- Kästen vor dem Aufhängen kontrollieren und dabei Störungen der Vögel in der Nähe vermeiden.
Futterstellen und Wasser bereitstellen
Futterstellen funktionieren am besten, wenn sie regelmäßig versorgt werden. Futter sollte trocken gelagert und bei Nässe ausgetauscht werden, damit es nicht verklumpt oder verdirbt. Verschmutzte Futterstellen reinigt man regelmäßig. Wasserstellen gehören ebenfalls zur Grundausstattung: Bei Frost sollte die Wasseroberfläche von Eis befreit oder das Gefäß täglich neu gefüllt werden.
Totholz und Insektenhotels als Winterquartier
Totholz, Laubhaufen und markhaltige Stängel bieten Insekten Verstecke über die kalte Jahreszeit. Abgestorbene Stängel von Stauden sollten deshalb bis zum Frühjahr stehen bleiben. Ein Insektenhotel gelingt am besten an einem sonnigen, trockenen Platz, wo die Füllmaterialien nicht durchnässen. Dafür eignen sich Hohlräume aus Schilfrohr, Holz oder Lehm, die man locker befüllt.
Balkon und Zimmerpflanzen
Im Februar bleiben Zimmerpflanzen und Balkonpflanzen im Winterquartier, benötigen aber in dieser Zeit gezielte Pflege. Entscheidend sind drei Punkte: ein möglichst heller Standort, eine an die Winterruhe angepasste Wassergabe und die Kontrolle auf Frostschäden an Gefäßen und Pflanzen.
Zimmerpflanzen ans helle Fenster rücken
Zimmerpflanzen bekommen im Winter weniger Tageslicht. Sie sollten deshalb möglichst nah an ein helles Fenster gestellt werden, ohne dass die Blätter die kalte Glasscheibe berühren. Pflanzen, die sich zum Licht neigen, werden regelmäßig gedreht, damit sie gleichmäßig wachsen. Zugluft an undichten Fenstern und Heizkörper in direkter Nähe sind zu meiden.
Gießmenge in der Winterruhe anpassen
In der Winterruhe nehmen die meisten Zimmerpflanzen weniger Wasser auf. Das Substrat sollte zwischen zwei Wassergaben stärker abtrocknen, da Staunässe an den Wurzeln schneller zu Fäulnis führt als Trockenheit. Gegossen wird, wenn die oberste Erdschicht trocken ist, und überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer wird entfernt.
Balkonkästen und Kübel auf Frostschäden kontrollieren
Bei frostigen Phasen sind Balkonkästen und Kübel regelmäßig zu prüfen:
| Kontrollpunkt | Worauf zu achten ist |
|---|---|
| Gefäßwand | Risse oder abplatzende Stellen, besonders bei Tongefäßen |
| Erde | Durchgefrorene oder vernässte Ballen |
| Triebe | Braune, weiche oder eingetrocknete Pflanzenteile |
Gefäße werden möglichst an eine Hauswand gestellt, um sie vor starkem Frost zu schützen. Immergrüne Pflanzen wie Buchsbaum gießt man laut Plantura Magazin (2026) erst, sobald die Temperaturen über den Gefrierpunkt steigen.
Häufig gestellte Fragen
Wann muss ich meine Hecke im Februar schneiden?
Radikale Rückschnitte an Hecken, lebenden Zäunen und Gebüschen sollten bis Ende Februar erledigt sein, weil laut Bundesnaturschutzgesetz (Bundesministerium der Justiz / Gesetze im Internet, 2009) vom 1. März bis 30. September ein Abschneideverbot gilt. Schonende Form- und Pflegeschnitte sind auch in dieser Zeit erlaubt.
Welche Pflanzen kann ich im Februar schon vorziehen?
Auf der Fensterbank lassen sich Tomaten, Paprika, Chili, Auberginen, Sellerie und Kohlrabi anziehen. Spinat, Radieschen und Salat können im Gewächshaus oder im Frühbeet ausgesät werden (laut Plantura Magazin, 2026).
Wann darf ich Stauden teilen?
Spätsommer- und Herbstblüher wie Fetthenne, Sonnenhut oder Astern teilt man, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist. Frühlings- und Frühsommerblüher sollten dagegen erst nach der Blüte geteilt werden (laut Landeshauptstadt Hannover, Stadtgärtnerei).